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Lichterfeier - Fachklinik Wangen (02.02.2020)

L I C H T E R F E I E R in der Fachklinik Wangen

 

Mach doch mit - Du könntest mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen!

 

Das ließen sich die 3 Klässler der Wasserburger Grundschule nicht zweimal sagen und feierten mit den Kranken der Fachklinik Wangen, Herrn Wiltsche, der Musikgruppe Surprise und ihrer Religionslehrerin Monika Eisele eine wunderschöne Lichterfeier zu Lichtmess.

 

Ganz aufgeregt und voller Eifer wurden zwei Wochen vorher die Texte eingeübt, die herzerfrischenden Wünsche der Kinder für die Kranken und die Fürbitten ausgedacht und zu jedem Gebet ein passender Gegenstand gesucht.

 

Amelie hatte einen großen Herzenswunsch, sie wollte den Kranken auf ihrer Klarinette ein bisschen Musik verschenken. Schon wurde diese Idee voller Begeisterung von Ida, Angelina, und Kilian aufgenommen und schnell fanden sich vier kleine 8jährige Musiker, die erst seit kurzem auf ihren anspruchsvollen Instrumenten proben.

 

Am Sonntag war es dann soweit, die Eltern wollten den Fahrdienst übernehmen, welch ein Glück, dass sie diese herrliche Aktion so fleißig unterstützt haben.

Und schon war es soweit. Die kleinen Helfer durften dort in der Fachklinik Rollstuhlfahrer in ihren Zimmern abholen, und andere Kranke zur kleinen Kapelle begleiten, dass sie alle an der Lichterfeier dabei sein konnten. Andere Kranke hörten in ihren Zimmern über die Mikrofonanlage zu.

                                                                                                                                                            

Maximilian hatte eine Gießkanne für die Kranken mitgebracht und wünschte sich, dass die Kranken Kraft von oben spüren können, wenn sie sich mal schwach und traurig fühlen.

 

Thomas wünschte sich, dass Gott eine Feder wäre, dann könnte er die Menschen kitzeln wenn sie traurig sind und schon ist ihnen wieder ein bisschen leichter ums Herz.

 

Kilian brachte einen Radiergummi mit, denn dann könnte Gott die traurigen und schlechten Gedanken in den Köpfen der Menschen einfach wegradieren, dann haben die fröhlichen wieder Platz.

 

Anschließend wurde die Klarinette, die Trompete, die Posaune und das Fagott ausgepackt und die kleinen Musiker: Amelie, Kilian, Ida und Angelina verschenkten ihre Musik voller Begeisterung an die Kranken. Und so manches Schmunzeln wanderte ins Herz hinein beim Zuschauen und Genießen.

 

Jetzt, beschlossen die Kinder, fehlte noch ein bisschen Segen von oben. Sie sangen ihr Segenslied mit selbst ausgedachten Bewegungen und wünschten sich von Gott, dass er doch alle umarmen soll mit seinem kostbaren Segen, egal wo der Weg sie gerade hinführt, denn dann werden sie seine Liebe bis in die Zehenspitzen spüren können und das fühlt sich einfach „gemütlich und himmlisch“ an. Und keiner im Raum hätte in diesem Moment den kleinen 8jährigen Sängern widersprochen.

 

Die anschließenden Fürbitten waren vollgepackt mit nachdenklichen, schmunzeligen Gedanken.

Ferdinand hatte einen ausgetrockneten Schwamm mitgebracht und erinnerte daran, dass man sich manchmal genauso ausgetrocknet fühlt wie ein Schwamm. Man hat Durst nach einem Lächeln, nach einem aufmunternden Wort oder einen Menschen der einen versteht: "und weißt du Gott, es wäre einfach toll, wenn du den Kranken diese Sehnsucht erfüllen könntest!"

 

Angelina hatte Vogelfutter dabei, denn es kommt ihr so vor, als wäre jedes Gebet wie ein Körnchen Vogelfutter. Sie wünschte sich: „Lass die Menschen entdecken, dass in einem Gespräch mit Gott jede Menge Kraft versteckt ist."

 

Amelie hatte einen kleinen Engel dabei, denn Engel sind besondere Freunde von Gott und er schickt sie auch als Mensch vorbei. Amelie wünschte sich, dass die Engel den Kranken ein Lächeln schenken und zuhören - wenn die Last zu schwer wird. "Gott, schick uns deine Engel vorbei, wir können sie richtig gut gebrauchen und dir gehen sie ja nie aus, denn du hast genug davon!"

 

Unzählige Kerzen erleuchteten den Raum und zauberten eine schöne Stimmung in die kleine Kapelle. Jeder Besucher bekam ein buntes Trost- und Powerbuch und eine kleine Kerze geschenkt, so dass er spüren konnte, dass es ein bisschen heller werden kann auf seinem Weg durchs Leben. Dazu sang die Musikgruppe Surprise das Lied "Zünd ein Licht an gegen die Einsamkeit, denn ein Licht ist stärker als alle Dunkelheit, es lässt dich wieder hoffen, es gibt dir neuen Mut. Alles wird gut."

 

„Manchmal muss man eben mal ein kleines Licht für Andere sein und schon huscht ein Lächeln in sein Herz!“ so einfach ist das, finden die Kinder.

 

Weitere Informationen zur Aktion finden sie auf: Trostundpowerbuch.de

 

Die Eindrücke der Kinder:

 

Chiara: „          Dass sich die alten kranken Leute so gefreut haben und dass wir so tolle Sachen gemacht haben."

 

Ida                   hat entdeckt, dass die Weihnachtsengelkarten bei den Kranken angekommen sind - das fand sie schön.

 

Angelina:        „Als wir vorgespielt und gelesen haben waren die alten und kranken Leute so glücklich."

 

Amelie:            „Dass so viele Leute da waren und extra gekommen sind, weil wir eine Lichterfeier für sie vorbereitet haben."

 

„ Als wir die Kerzen auf das Zimmer gebracht haben hat eine alte Frau so schlecht reden können, weil sie krank war, ich war so glücklich, dass die Schwester sie trotzdem verstanden hat."

 

Max:                „Dass wir nicht nur vorgelesen haben, sondern auch passende Sachen zu unseren Wünschen und Fürbitten dabei hatten, das man sich die Texte besser vorstellen konnte.“

 

„Der Chor von Frau Eisele war toll. Es waren so schöne Lieder."

 

„Manche Menschen waren sehr schwer krank, das war ein bisschen gruselig.“

 

Thomas:          „Das alles gut geklappt hat, weil wir es so toll vorbereitet haben."

 

Angelina/ Ida: "Am Ende der Lichterfeier durften wir ein paar Kranken eine Kerze aufs Zimmer bringen, sie haben sich so sehr gefreut und wollten uns gar nicht mehr gehen lassen."

 

Finja:               „Ich habe an Opa gedacht, der schon gestorben ist und hab ein bisschen geweint und war traurig."

 

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